Es geschah am hellichten Tag
OriginaltitelEs geschah am hellichten Tagwww.worldofmovies.net
Produktionsjahr1958
ProduktionslandSchweiz          Deutschland
LabelUniversum Film
GenreKrimi          Spannung/Thriller
Laufzeitca. 95 Minuten
DarstellerHeinz Rühmann, Sigfrit Steiner, Siegfried Lowitz, Michel Simon, Heinrich Gretler, Gert Fröbe, Berta Drews, Ewald Balser, Maria Rosa Salgado, Anita von Ow, Barbara Haller, Emil Hegetschweiler
RegieLadislao Vajda
Kinostart0000-00-00
erhältlichLink zu AMAZON
DVD-Veröffentlichung0000-00-00
FSK
12
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InhaltDr. Matthäi von der Polizei steht kurz vor der Abreise nach Jordanien, da er die dortigen Einsatzkräfte trainieren soll. Davor erreicht ihn ein Anruf des Hausierers Jacquier, der in einem Wald nahe Zürich die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden hat. Die Polizei will den Fall schnell abschließen und drängt Jacquier zu einem Geständnis. Nur Matthäi glaubt an seine Unschuld.
Aufgrund des Drucks von der Polizei erhängt sich Jacquier schlussendlich und der Fall wird zu den Akten gelegt. Matthäi gibt sich damit nicht zufrieden, sagt seine Reise nach Jordanien ab und untersucht den Fall auf eigener Faust. Er mietet eine Tankstelle nahe dem Tatort, stellt dort eine Haushälterin samt kleiner Tochter ein und hofft, dass der Mörder in seine Falle geht.
Filmkritik
Im Jahr 1957 bekam der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt den Auftrag, ein Drehbuch zum Thema Verbrechen an Kindern zu verfassen. Das Skript hörte auf den Namen „Es geschah am hellichten Tag“ und entstand aus der Zusammenarbeit von Dürrenmatt, dem Drehbuchautor Hans Jacoby und dem Regisseur Ladislao Vajda. Während der Film 1958 erschien und positiv aufgenommen wurde, veröffentlichte Dürrenmatt die Romanerzählung „Das Versprechen“ basierend auf das Drehbuch zu „Es geschah am hellichten Tag“.




Der Plot beschäftigt sich in erster Linie mit der schier aussichtslosen Jagd von Matthäi nach dem Mörder und gestaltet diese stets spannend und interessant. Abwechslung wird auch geboten, da einige Nebenhandlungsstränge ebenfalls von Bedeutung sind und zum Gelingen des Films beitragen, wie die fälschliche Anschuldigung des Hausierers oder zum Ende die Vorgangsweise des Mörders.

Die Schwarz/Weiß Bilder können sich sehen lassen und zeigen das Ganze in einem passenden Licht. Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch und der Spannungsaufbau erinnert vereinzelt an das Handwerk des Großmeisters Alfred Hitchcock („Psycho“), denn es wird viel mit der Kamera und der Musik gearbeitet, wodurch zahlreiche Szenen aufgrund interessanter Blickwinkel mit energischen Soundausbrüchen in Erinnerung bleiben.

Die Handlung wird ausgezeichnet von den Charakteren getragen, die glaubwürdig agieren und intensiv von dem Schauspielerensemble gespielt werden. In Erinnerung bleiben vor allem der charmante Heinz Rühmann („Quax, der Bruchpilot“) in der Hauptrolle, der emotionale Michel Simon („Der Zug“) als Jacquier und Gert Fröbe („Goldfinger“) als der Kindermörder Schrott.




Das Ende des Films war der Anlass dafür, dass Dürrenmatt „Das Versprechen“ verfasste. Während im Film eine Auflösung des Falls geboten wird und ein Schlussstrich gezogen wird, ist das Ende von „Das Versprechen“ weitaus pessimistischer und düsterer geraten. Obwohl keines der Enden als absolut perfekt zu bezeichnen ist (Das Filmende erscheint etwas realitätsfremd, während das Ende von „Das Versprechen“ zu sehr von der Krimigeschichte abdriftet), kann man mit beiden zufrieden sein. Dadurch sind sowohl der Film wie auch das Buch empfehlenswert, denn sie präsentieren unterschiedliche Varianten der selben Geschichte.

Fazit:
„Es geschah am hellichten Tag“ ist ein überragender Krimi, der stets spannend bleibt und gekonnt von Regisseur Ladislao Vajda in Szene gesetzt wurde. Abgerundet wird das Ganze vom ausgezeichneten Schauspiel des Ensembles um Heinz Rühmann und Gert Fröbe.
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Filmreview erstellt von Matias Gurbitsch