Regionen und Orte in und um
Mittelerde
Tolkien schuf in seinen Werken eine eigene Welt. Hier möchten wir euch die
wichtigsten Orte vorstellen.
Arda
Als Arda wird die ganze Welt bezeichnet. Anfangs war sie nur eine Vision des
Gottes Ilúvatar, geschaffen von der Musik der Ainur. Diese durften dann auf die
Welt hinabsteigen, um sie zu formen.
Am Ende des Zweiten Zeitalter ändert sich die Beschaffenheit von Arda. Sie wird
zur Kugel.
Aman
Der westlichste Kontinent war Aman, auf dem sich auch das Segenreich Valinor
befand. Der Kontinent wurde durch viele Zauber und geographische Begrenzungen
vor Melkor geschützt.
Die Valar und Maiar lebten auf Aman. Nur den Elben war es gestattet, dort hin zu
reisen.
Valmar
Valmar war die prunkvolle Hauptstadt Valinors. Vor den Stadttoren lag der Hügel
Ezellohar, auf dem die beiden Bäume standen, die Valmar Licht spendeten.
Auf einer Insel im Süden lebten einige Maiar, auch Olórin, der später als
Gandalf nach Mittelerde gesandt wurde, war einer von ihnen.
Beleriand
Hier spielt sich die Geschichte der Elben im Ersten Zeitalter ab.
Der Fluss Sirion teilte es in Ost- und West-Beleriand. Hier ließen sich
diejenigen Elben nieder, die dem Vala Orome zu Beginn des Ersten Zeitalters zwar
nach Westen folgten, Mittelerde aber nicht Richtung Aman verlassen wollten. Aus
diesen Elben wurden die Sindar. Später kamen die Elbenstämme der Laiquendi und
Noldor hinzu. Gemeinsam verteidigten sie Beleriand gegen Morgoth.
Eine lange Hügelkette trennte den wenig bevölkerten Süden vom Norden, in dem
sich die Fürsten der Noldor ansiedelten. Menschen kamen nur wenige nach
Beleriand.
Bei den Erschütterungen der Welt durch den “Krieg des Zorns“ versank Beleriand
im Meer.
Beleriand war für die Menschen und Hobbits des dritten Zeitalters ein Reich der
Sagen und Legenden. Nur manche der Elben, wie Galadriel, Elrond oder Círdan,
hatten darin gelebt.
Gondolin
Diese Elbenstadt lag verborgen in Beleriand. Sie war von Bergen umzingelt, und
nur durch einen Geheimgang erreichbar. Diese Schutzmaßnahmen reichten letzen
Endes nicht aus, denn aufgrund eines Verrates zerstörten Morgohts Orks, Drachen
und Balrogs die Stadt.
Tol Sirion
Tol Sirion war eine Insel im Fluss Sirion, an der engsten Stelle des
Sirion-Passes zwischen dem Schattengebirge (Ered Wethrin) und den Umzingelten
Bergen, wo Gondolin lag. Dort erbaute der Noldorfürst Finrod die Festung Minas
Tirith (nicht zu verwechseln mit der Hauptstadt Gondors im Dritten Zeitalter),
um das Hinterland vor den Horden Morgoths zu schützen. Zwei Jahre nach der
Vierten Schlacht Beleriands, wurde die Festung von Sauron eingenommen und fortan
Tol-in-Gauroth genannt. Von seinem Turm aus konnte Sauron das ganze Tal des
Sirion überwachen.
Es sollte zehn Jahre dauern, bis Sauron vertrieben wurde.
Zwergenstädte
Im Silmarillion ist von zwei großen Zwergenwohnstätten im Ered Luin (Blauen
Gebirge) in Ost-Beleriand die Rede. Sie heißen Belegost und Nogrod.
Während die Zwerge von Belegost für ihre Steinmetzkunst bekannt waren und so
unter anderem die Höhlen von Menegroth gruben, hatte man sich in Nogrod auf die
Herstellung von Waffen spezialisiert. Zudem waren beide Zwergenstämme für ihre
Schmiedekünste bekannt. So fertigten sie gemeinsam das Halsband Nauglamir
welches Finrod Felagund geschenkt wurde und schließlich in den Besitz Thingols
von Doriath gelangte.
Aus Habgier fielen die Zwerge von Nogrod auf Abraten derer aus Belegost in
Doriath ein, töteten König Thingol und stahlen das Nauglamir, doch wurden sie
von einem Elbenheer unter der Führung von Beren und seinem Sohn Dior auf dem
Heimweg vernichtend geschlagen.
Numénor
Die Menschen erhielten die Insel Numénor am Ende des Ersten Zeitalters von den
Valar als Wohnsitz.
Im Zentrum der Insel erhob sich der Berg Meneltarma. An seinem südöstlichen Fuß
lag die goldene Hauptstadt Armenelos. Dort gab es eine Zitadelle, in der ein
Setzling des Weißen Baumes von Valinor wuchs, wie er auch später in der
gondorianischen Stadt Minas Tirith gepflanzt wurde. Númenor hatte eine Vielzahl
an Häfen. Die Numénoer waren begabte Seefahrer.
König Ar-Pharazôn ließ sich von Sauron verführen, gegen die Valar kriegerisch
vorzugehen. Als dies geschah griff Ilúvatar ein und veränderte die Welt in eine
Kugel, wobei Numénor im Meer versank.
Arnor
Arnor ist das nördliche und ranghöhere der beiden von Elendil in Mittelerde
gegründeten Dúnedain-Königreiche. Die erste Hauptstadt war Annúminas. Sie
beherbergte einen der sieben Palantíri.
Im Gegensatz zu Gondor war Arnor kein Segen beschieden, und mit dem Tod Isildurs
bei den Schwertelfeldern im Jahre 2 des Dritten Zeitalters begann der Niedergang
der Dúnedain des Nordens.
Nach dem Tod des amtierenden Herrschers, Erandurs, wurde das Reich unter den
drei Söhnen des Königs aufgeteilt, wodurch die Teilreiche von Arthedain,
Cardolan und Rhudaur entstanden. Am längsten konnte sich das Königtum in
Arthedain halten. Im Jahr 1974 DZ wurden das Land und die neue Hauptstadt
Fornost vom Hexenkönig von Angmar erobert.
Annúminas
Annúminas war Arnors erste Hauptstadt. Es wurde gleichzeitig mit Gondor von
Elendil und Überlebenden aus Numenor gegründet. Noch vor dem Niedergang von
Arnor wurde der Hof nach Fornost verlegt, der größten Stadt des Landes.
Selbst in den damaligen Glanzzeiten stieg ihre Bevölkerung kaum über zehntausend
Einwohner, denn im Königreich Arnor lebten wesentlich weniger Menschen als
beispielsweise in Gondor.
Das Hinterland Richtung Osten und Süden war niederschlagsreich und fruchtbar.
Man besiedelte es im Laufe der Jahre weiträumig mit bäuerlichen Gehöften, um die
Bevölkerung gut zu versorgen. Insgesamt war Arnor ein friedliches,
landwirtschaftlich geprägtes Land mit wenigen Städten, aber vielen Weilern,
Dörfern und Einzelhöfen. Allerdings erlebten Annúminas und Arnor regelmäßig
lange, kalte und schneereiche Winter. Das Leben konnte auch sehr hart werden.
Nach der Schlacht vor Mordor, in der die Elben letztmalig ein Bündnis mit den
Menschen geschlossen hatten und nachdem der siegreich zurückkehrende König
Isildur in den Schwertelfeldern am Anduin ermordet worden war, blieb Arnor ohne
König bis Isildurs einziger überlebender Sohn Valandil, der in Bruchtal erzogen
worden war, erwachsen wurde.
Annúminas blieb unangefochtener Königssitz, bis der zehnte König, Earendur
starb. In den nun folgenden Erbstreitigkeiten wurde das Reich in drei Teile-
Arthedain, Rhudaur und Cardolan- geteilt.
Im höchsten Turm der Stadt wurde einst einer der drei nördlichen Palantíri
aufbewahrt, allerdings nicht der größte, denn jener befand sich im berühmten
Wachturm auf der Wetterspitze (Amon Sûl). Der dritte wurde im Elostirion, dem
höchsten Turm der Turmberge, aufbewahrt. Leider ging der Palantír von Annúminas,
der später nach Fornost umzog, beim Fall des Königreiches verloren.
Annúminas wurde im Vierten Zeitalter durch König Elessar (Aragorn) in kleinerem
Umfang wiedererbaut und zur nördlichen Haupt- und Residenzstadt des
wiedervereinigten Königreiches gemacht. Fornost wurde dagegen nicht wieder
errichtet. Das Zepter von Annúminas, einst Zeichen der Königswürde, wurde nach
der Vernichtung der drei nördlichen Königreiche in Bruchtal aufbewahrt. Elrond
selbst übergab es König Elessar (Aragorn) bei dessen Krönung in Minas Tirith.
Bruchtal
Bruchtal war eine elbische Siedlung, die von Elrond gegründet wurde. Es lag in
den westlichen Ausläufern des Nebelgebirges an der Ostgrenze von Arnor. Durch
seine geschützte Lage in der tiefen Schlucht des Flusses Bruinen war Bruchtal
das sicherste Rückzugsgebiet der Elben nördlich von Lorien, außerdem trug Elrond
mit dem Ring Vilya sehr zum Erhalt Bruchtals bei.
Auenland
Mit dem Niedergang des Nördlichen Königreiches wurde das Gebiet mehr und mehr
entvölkert. 1400 Jahre vor dem Ringkrieg siedelten sich Hobbits in der Region an
und nannten sie Auenland. An das Auenland grenzen der Brandyweinfluss und die
Stadt Bree.
Das Auenland wurde ein fruchtbarer und blühender Landstrich, der von den Hobbits
gut bestellt wurde. Sie führten ihre eigene Zeitrechnung ein.
König Elessar (Aragorn) machte das Auenland nach dem Ringkrieg zum
selbstständigen Teilgebiet innerhalb des vereinigten Königreiches. In diesem
Zusammenhang erließ er ein Gesetz, nach dem kein Angehöriger eines anderen
Volkes (außer mit der Zustimmung der Hobbits) das Auenland betreten durfte.
Die Schlacht bei Grünfeld im Nordviertel im Jahr 1147 Auenlandzeit, als eine
Bande Orks vertrieben wurde, war das letzte Großereignis, an das die
Geschichtsbücher vor dem Ringkrieg erinnerten.
Die zweite und letzte Schlacht, die im Auenland geschlagen wurde, fand nach Ende
des Ringkrieges 1419 AZ in Wasserau gegen Dunländer des entmachteten Zauberers
Saruman statt. Die getöteten Feinde wurden in einer nahegelegenen alten
Sandgrube verscharrt.
Ursprünglich lebten alle Hobbits nach eigenem Bekunden in Höhlen, oder Smials,
wie sie sie nannten. Zur Zeit des Ringkrieges hielten aber nur noch die
reichsten und die ärmsten Bevölkerungsschichten an diesem Brauch fest. Die
einen, weil sie sich in ihrer erbarmungswürdigen Armut nichts anderes leisten
konnten, die anderen, weil es „schick“ war, wie die Altvorderen zu leben -
natürlich mit dem ganzen Luxus und allen Errungenschaften jener Tage. Die
Mehrzahl der Hobbits wohnte aber schon seit vielen Generationen in Holz-, Stein-
oder Ziegelhäusern. Es hieß, der Brauch, Häuser und Schober zu bauen sei von den
Leuten des Bruchs am Brandywein im Ostviertel ausgegangen.
Gondor
Gondor liegt südöstlich von Rohan und ist die letzte Festung vor Mordor im
Westen. Früher war die Hauptstadt von Gondor Osgiliath, später Minas Tirith.
Gondor wurde nach dem Fall von Númenor zusammen mit dem weiter nördlich
gelegenen Arnor durch die Dúnedain gegründet und war seither das Land der
edelsten Menschen in Mittelerde. Die ersten beiden Könige Elendil und Isildur
waren Herrscher von sowohl Arnor als auch Gondor, danach trennten sich die
Linien.
Die Dynastie aus Arnor starb nie aus, obwohl das Reich bald unterging. Gondors
Macht wuchs hingegen lange Zeit, seine Königsdynastie verschwand jedoch, und
Truchsessen regierten daraufhin in Gondor.
Der letzte Truchsess vor der Rückkehr des Königs (Aragorn, Nachfahre der Könige
von Arnor) war Faramir, Sohn von Denethor, wenn auch nur für wenige Tage.
Denethor selbst hatte sich und seinen Sohn auf einem Scheiterhaufen aus
Verzweiflung zu verbrennen versucht, doch Faramir war nicht tot und konnte
gerettet werden.
Gondor befand sich eigentlich seit seiner Gründung in einem permanenten
Kriegszustand. Gleichwohl gelang es den Dúnedain des Südens, ihre Grenzen fast
eineinhalb Jahrtausende kontinuierlich zu erweitern - bis schließlich durch
innere Konflikte (der sog. "Sippenstreit") und andere Einflüsse, wie die Pest,
der Niedergang begann.
Gondor musste seine Grenzen Schritt für Schritt zurücknehmen. Ein schwerer
Schlag kam, als Minas Ithil von den Heeren Mordors belagert und schließlich
erobert wurde. Daraufhin wurde es in Minas Morgul (Turm der Hexerei) umbenannt.
Danach nahm Sauron dann auch Osgiliath ein, kurz bevor er auf Minas Tirith
losmarschierte.
Minas Tirith
Minas Tirith ist eine befestigte Stadt im Nordosten Gondors, die Ende des
Zweiten Zeitalters von Anárion gegründet wurde. Die ursprünglich Minas Anor
(„Turm der untergehenden Sonne“) genannte Stadt wurde nach dem Fall von Minas
Ithil im Jahre in Minas Tirith („Turm der Wacht“) umbenannt. Schon Jahrhunderte
zuvor war sie die Hauptstadt Gondors.
Hier residierten seit dieser Zeit auch die Könige von Gondor und nach der
Unterbrechung der königlichen Linie die Truchsessen.
Die Stadt bestand aus 7 Ringen, die jeweils mit einer Mauer bewehrt und um den
Wachturm-Felsen erbaut waren. Das Große Tor der Festung lag im Osten. Auf Höhe
des 4. Rings lagen die Gräber der Könige. Im Zentrum erhoben sich drei weitere
Ringe bis zur Zitadelle 700 Fuß über dem Großen Tor. Die Stadt erhielt den
Übernamen „Weiße Stadt“, da sie aus weißem Gestein erbaut war.
Die Feste war so stark, dass kein Feind sie jemals erobern konnte. Das
fruchtbare Ackerland Pelennor, das Minas Tirith umgab, wurde von einer Mauer
umschlossen.
Innerhalb dieser Mauer fand im Ringkrieg eine entscheidende Schlacht der Heere
von Mordor gegen Gondor statt. Dort erlitt Saurons Streitmacht eine schwere und
unerwartete Niederlage, als während der Belagerung die Reiter von Rohan sowie
die Truppen der südlichen Lehensherrschaften Gondors unter der Führung von
Aragorn Gondor zu Hilfe kamen.
Osgiliath
Osgiliath (Sindarin: „Zitadelle der Sterne“) war die erste Hauptstadt Gondors,
die sich dank ihres Binnenhafens zum Handelszentrum Gondors entwickelte.
Doch schon der siebte König von Gondor, Ostoher, ließ die nahe gelegene Stadt
Minas Anor (später in Minas Tirith umbenannt) erneuern. Sie wurde fortan als
Sommerresidenz der Könige genutzt. Osgiliath blieb weiterhin Hauptstadt Gondors.
Bei einem Bürgerkrieg, aufgrund Thronstreitigkeiten, wurde Osgiliath
größtenteils zerstört. Außerdem wurde der berühmte „Turm der Sternenkuppel“ in
Osgiliath zerstört und der dort befindliche Hauptpalantir, den Elendil aus
Westernis mitgebracht hatte, verschwand in den Fluten des Anduin.
In den letzten Jahren des Truchsessen Denethors I. (Könige gab es nicht mehr,
fielen erstmals Orks von Mordor kommend in die Provinz Ithilien ein und
überrannten dieses Land sowie das noch immer von einigen Menschen bewohnte
Osgiliath. Der Sohn Denethors I., Boromir, besiegte zwar die Orks, doch
Osgiliath lag nun ein für alle Mal in Trümmern und die Brücke über den Anduin
war zerstört.
Minas Morgul
Minas Morgul, das früher Minas Ithil hieß, war einst die Zwillingsstadt von
Minas Tirith und eine ebenso mächtige wie prunkvolle Festung, bis sie von den
Nazgûl erobert wurde.
Die Spitze eines großen Turmes der einen Palantir beherbergte, drehte sich
langsam hin und her wie ein riesiger, gespenstischer Kopf, und um die Mauern der
Feste leuchtete ein fahles, geisterhaftes Licht. Am Anfang der Brücke, die der
einzige Zugang zur Stadt war, waren entfernt menschenähnliche, aber entstellte
steinerne Köpfe aufgestellt. Sterbliche Wesen fürchteten diese Stadt, die ganz
und gar in den Schatten gefallen war.
Schrecken und Krieg gingen von Minas Morgul gegen Ithilien an der Grenze zu
Gondor aus, bis es völlig entvölkert war. Nur noch die Waldläufer des Südens
machten unter Faramirs Führung für einige Zeit dieses Land für Feinde unsicher,
doch wurden sie im Laufe der Zeit immer weiter zurückgedrängt und trauten sich
schließlich nicht mehr nahe an die Geisterstadt heran.
Im Ringkrieg brach ein Teil des riesigen Heeres, das den Angriff auf Osgiliath
und die Belagerung von Minas Tirith durchführte, von Minas Morgul auf. Der
andere Teil kam vom Schwarzen Tor. Nach dem Sieg über Sauron wurde die
Schreckensstadt von den siegreichen Truppen der Menschen dem Erdboden
gleichgemacht.
Argonath
Die Argonath (auch Die Tore von Argonath oder Die Säulen der Könige genannt)
sind zwei Monumente in Form von gewaltigen Steinsäulen, in die die Bildnisse von
Isildur und Anárion gehauen sind. Sie stehen auf beiden Seiten des Flusses
Anduin.
Beide Figuren tragen eine Krone und einen Helm. Sie halten die linke Hand wie
zur Abwehr der Feinde Gondors oder zum Gruß seiner Freunde erhoben, während sie
in der rechten Hand eine Axt tragen.
Mordor
Nach dem Krieg des Zorns und dem Fall von Númenor wurde Mordor zur neuen
Brutstätte des Bösen in Mittelerde. Hier herrschte Sauron von der Mitte des
zweiten Zeitalters bis zu dessen Ende und wieder im letzten Drittel des dritten
Zeitalters. Seine Hauptfestung ist Barad Dûr, ein großer Turm im Nordwesten
Mordors. In der Ebene von Gorgoroth, unterhalb des Schicksalsberges, sammelte
Sauron im Ringkrieg seine Streitmacht.
In den Feuern des Schicksalsberges (Orodruin) schmiedet er Mitte des Zweiten
Zeitalters auch den alles beherrschenden Einen Ring. Dieser wird Ende des
Dritten Zeitalters in eben jenem Berg von Frodo zerstört, nachdem er den Ring
vom Auenland dorthin gebracht hat.
Kurz vor Minas Morgul zweigte ein Pfad ab, der über den steilen Spinnenpass (Sindarin:
„Cirith Ungol“) führte. Dieser Weg war am oberen Ende von Orks bewacht. Außerdem
lebte in den Höhlen unterhalb des Passes die riesige Spinne Kankra.
Kam man den Spinnenpass hinauf, erblickte man auf seiner Ostseite einen großen,
an den Fels errichteten festungsartigen Wachturm, der Richtung Schicksalsberg
und Barad Dûr blickte. Er war nach der ersten Vernichtung Saurons von Gondor
errichtet worden, um die Ebene von Gorgoroth zu überwachen. Als Gondor seine
Pflichten zu vernachlässigen begann, übernahm Sauron wieder das Regiment in
Mordor, und der Turm wurde mit Orks besetzt.
Barad-dûr
Barad-dûr war die Festung Saurons in Mordor. Der Dunkle Turm in Barad-dûr
übersah die gesamte Hochebene von Gorgoroth.
Der dunkle Turm war eine unüberwindliche Festung. Er bestand aus Eisen und
hartem Stein, seine Tore waren von Stahl. Mit seinen vielen Wänden, Türmen,
Zinnen und Aufsätzen bildete er ein riesiges schwarzes Denkmal des Bösen. Den
höchsten Aufsatz bildete eine mächtige Eisenkrone, von dort aus Saurons Auge
Wolken, Stein, Stahl und Fleisch mit seinem Blick durchbohrte. Im fensterlosen
Turm befanden sich viele Waffenkammern.
Sauron begann mit dem Bau des dunklen Turms, als er Mordor zu seinem
Hauptstützpunkt erkoren hatte. Später schmiedete er den Einen Ring im
Schicksalsberg, und die Kraft dieses Ringes machte die Fundamente des Turms
unzerstörbar.
Mit der ersten Vernichtung des Dunklen Herrschers wurde auch Barad Dûr zerstört,
doch seine Fundamente konnten so lange nicht gebrochen werden, wie der Ring
überlebte.
Sauron wieder nach Mittelerde und erbaute eine neue Festung bei Dol Guldur am
Südrand des Düsterwaldes. Jahre später wechselte Sauron seinen Sitz heimlich
nach Mordor und zeigte sich offen dort. Damals begann er auch mit dem
Wiederaufbau des Dunklen Turms. Er stellte auch einen Palantir in Barad-dûr auf.
Es wird der Ithil-Stein gewesen sein, der durch die Nazgûl aus Minas Ithil
hergebracht worden war.
Festung Durthang
Das ursprüngliche Schloss wurde von Baumeistern Gondors zu Beginn des Dritten
Zeitalters, als Sauron vertrieben und Mordor verlassen war, errichtet, unter
anderem, um einen dort befindlichen Pass zu sichern.
Nach der Übernahme des Landes durch Sauron wurde Durthang erneuert und auch als
Operationszentrale für Angriffe auf Ithilien genutzt.
Riddermark oder Rohan
Die Riddermark, wie die Landesbewohner ihr Reich selber nannten, war zur Zeit
des Ringkrieges ein bedeutendes eigenständiges Menschenreich nordwestlich von
Gondor. In Gondor war die Mark nur unter dem Namen Rohan bekannt.
Von manchen Menschen, wie zum Beispiel von Aragorn, wird Rohan auch "Das Land
der Pferde" genannt. Die Armee aus Rohan besteht weitgehend aus
Kavallerieeinheiten. Infanterie findet man zumeist nur als Bewacher von
Siedlungen und Burgen, doch können auch diese Männer reiten. Das bekannteste
Pferd zu Zeiten des Ringkrieges war Schattenfell, das Pferd des Königs, welches
später aber Gandalf an sich nahm.
Im Zweiten Zeitalter kam Léods Sohn Eorl einem Hilferuf der befreundeten
Menschen von Gondor nach, welche sich an ihrer Nordgrenze gegen wilde Menschen
und Orks verteidigen mussten. Da Eorls Mannen Gondor vor einem vollständigen
Verlust der Provinz Calenardhon (das spätere Rohan) bewahrte, schenkte der
Truchsess von Gondor den mutigen Reitern dieses Land.
Eorl wurde erster König der Mark und nahm seinen Sitz auf einem grünen Hügel am
Fuße des Weißen Gebirges. Hier gründete er die erste Königsstadt der Eorlingas,
Aldburg an der Großen Weststraße in der Ostfold gelegen.
Es bedeutete fast den Untergang der Pferdeherren, als Eindringlinge aus dem
Osten kamen und die hinter der Pforte von Rohan stehenden Dunländer zum Krieg
rüsteten. Gondor konnte keine Hilfe schicken, da es zur selben Zeit an allen
Küsten mit den Korsaren im Krieg lag.
Die Riddermark wurde überrannt und die inzwischen gegründete neue Königsstadt
Edoras von den Dunländern eingenommen. Die Bevölkerung versteckte sich in der
Hornburg und musste dort auch einen harten Winter überleben. Im letzten Moment
wurde das Reich aber - auch mit Gondors Hilfe - zurückerobert.
Zur Zeit des Ringkrieges herrschte hier König Théoden, Sohn von Thengel, der in
der Schlacht auf dem Pelennor fiel. Sein Neffe Eomer folgte ihm auf den Thron.
Zu Beginn des Ringkrieges wurde Rohan durch eine 10.000 Mann starke
Urukhai-Armee aus Isengard angegriffen. Die Bevölkerung und der König zogen sich
daraufhin in die Feste Helms Klamm zurück, die auch dieses Mal nicht eingenommen
werden konnte. Die Orks wurden mit der Hilfe der Ents besiegt.
Edoras
Unter Eorl dem Jungen war Aldburg in der Ostfold die Hauptstadt der Mark, doch
schon unter seinem Nachfolger Brego wurden der Königssitz und die Hauptstadt
nach Edoras verlegt.
Edoras liegt auf einem kleinen Hügel im Süden des Landes, der dem Weißen Gebirge
vorgelagert ist. Auf dessen Gipfel steht die von Brego fertig gestellte goldene
Halle Meduseld, wo der König der Riddermark residiert. Der Hügel wird durch
einen Holzpalisadenzaun geschützt. Vor den Toren der Stadt liegen auf beiden
Seiten der Straße die Hügelgräber von den Königen der Riddermark.
Helms Klamm
Helms Klamm ist eine Schlucht im Süden der Westfold. Am Ende der Schlucht steht
die Festung "Hornburg". Die Schlucht ist nach Helm Hammerhand, einem König von
Rohan benannt, der dort starb, nachdem er sie über den Winter verteidigte.
Helms Klamm war das Verteidigungszentrum der Westfold von Rohan. Neben Dunharg
war es die bedeutendste Fluchtburg des Reiches.
Am Grund des Tales floss der Klammbach und am Talende befanden sich die Eingänge
zu den Höhlen von Aglarond. Der Klammwall verschloss den Eingang der Schlucht.
Helms Klamm war der gebräuchliche Name für die ganze Verteidigungsanlage,
einschließlich der eigentlichen Festung, der Hornburg.
Isengard
Isengard ist in der Sprache Rohans der Name der númenorischen Festung Angrenost.
Sie liegt in einem Tal nördlich der Pforte von Rohan und ist im dritten
Zeitalter bis zum Ende des Ringkriegs der Sitz des Zauberers Saruman. Inmitten
eines kreisförmigen Walls mit einem von zwei runden Türmen bewachten Tor
erbauten die Númenorer den Orthanc, einen Turm aus nahezu unzerstörbarem
pechschwarzem Stein.
Die vom Wall umgebene Fläche war vor Sarumans Verrat von Bäumen bewachsen, die
jedoch den Äxten seiner Diener zum Opfer fielen.
Von Isengard aus überfielen die Orks im Ringkrieg die Ebenen Rohans und führten
den Angriff auf die Festung Helms Klamm. Nach dieser wurden die Waffenschmieden
und Orkbehausungen Sarumans von den gestauten Wassern des Isen geflutet. Als das
Wasser abfloß, wurde die gereinigte Erde von den Ents wieder bepflanzt.
Isengard gehörte nie zum Einflussbereich der Riddermark, sondern wurde von
Gondor aus verwaltet. Auch Saruman war dort einst nur Gast Gondors, bevor er
Isengard für seine Zwecke veränderte.
Moria
Moria in der Sprache der Zwerge Khazad, ist die größte und lange Zeit
bedeutendste Stadt und Mine der Zwerge. Sie liegt im mittleren Nebelgebirge und
erstreckt sich vom West- bis zum Osttor über wenigstens 40 Meilen. Moria wurde
im ersten Zeitalter von Durin I. selbst gegründet.
Zu Beginn des zweiten Zeitalters wurde in den Minen von Moria Mithril (Moria-Silber)
gefunden. Damit begann die Freundschaft mit den Noldor in Eregion.
Doch die Zwerge gruben auf ihrer Suche nach Gold und Mithril zu tief und weckten
im Jahr im Dritten Zeitalter einen Balrog von Morgoth. Der Dämon aus der Alten
Welt tötete König Durin VI. und ein Jahr später seinen Sohn Náin I. Dies leitete
den Niedergang von Moria ein, sein Volk floh oder wurde vernichtet.
Über 1.000 Jahre später unternahm eine große Gruppe von Zwergen aus Erebor unter
Balin den Versuch einer Neubesiedelung; dieser scheiterte jedoch schon nach fünf
Jahren. Zur Zeit des Ringkriegs ist der westliche Eingang Morias durch eine
Geheimtür gesichert, während der östliche Zugang offen steht.
Moria wird von den Gefährten auf ihrem Weg nach Mordor durchquert. In der
Archivkammer mit Balins Grabmal werden die Gefährten von Orks überfallen, deren
Übermacht sie sich nur kurzzeitig erwehren können. Sie entkommen zunächst durch
einen Geheimgang. Auf ihrem weiteren Weg begegnen sie dem Balrog. Gandalf stellt
sich ihm in den Weg, um seinen Gefährten die Flucht zu ermöglichen. Es gelingt
ihm, Durins Brücke zum Einsturz zu bringen und den Balrog so in die Tiefen
Morias stürzen zu lassen. Er wird jedoch selbst mit in den Abgrund gerissen.
Moria mag nach dem Sturz Saurons eine Renaissance erlebt haben; jedenfalls
schmiedeten die Zwerge zu Beginn des Vierten Zeitalters neue Tore aus Mithril
und Stahl für die Stadt Minas Tirith. Dazu müssen sie immerhin Minen in der
alten Zwergenstadt unterhalten haben, da Moria-Silber sonst nirgendwo vorkam.
Dol Guldur
Nachdem Sauron am Ende des zweiten Zeitalters besiegt worden war, kam sein Geist
zurück und verblieb im Turm Dol Guldur auf dem Berge Amon Lanc im großen
Grünwald. Zu jener Zeit fiel ein Schatten auf den großen Grünwald, und man
nannte ihn von da an Düsterwald.
Während man zuerst vermutete, dass diese böse Macht von einem der Nazgûl
ausginge, kam Gandalf zu der Meinung, dass diese Macht der zurückgekehrte Geist
Saurons sei. Sauron aber floh vor Gandalf, da seine Macht nicht groß genug war.
400 Jahre später kehrte Sauron mit vermehrter Macht nach Dol Guldur zurück und
verweilte dort. Die Menschen, die vor jenem Gebiet Furcht hatten, nannten ihn
noch den Nekromanten, denn seine wahre Identität blieb ihnen noch verborgen.
Gandalf ging noch einmal nach Dol Guldur und erkannte ohne Zweifel, dass dessen
Gebieter Sauron war. Er veranlasste, mit Hilfe des Weißen Rates, einen Angriff
auf Dol Guldor. Sauron floch nach Mordor, und Dol Guldor wurde Jahre später
wieder von den Nazgûl besetzt.
Im Ringkrieg kam es zu drei Angriffen auf Lórien, von Dol Guldur ausgehend, die
aber alle abgewehrt werden konnten. Nach dem Fall Saurons am Ende des
Ringkrieges wurde Dol Guldur durch die Elben Lóriens unter Führung Galadriels
geschleift.
Der Einsame Berg
Nachdem die Zwerge vom Balrog und den Orks aus Moria vertrieben wurden, gründete
Thráin I. hier das „Königreich unter dem Berg“. Das Königreich Thal lag direkt
an den Ausläufern des Berges und wurde von den Nordmenschen bewohnt.
Im Dritten Zeitalter wurde der Berg vom Drachen Smaug erobert und alle Bewohner
von Thal wurden vertrieben oder vernichtet. So bemächtigte sich Smaug der
Schätze der Zwerge und nistete sich in der Schatzkammer ein. Erst 170 Jahre
später suchte ihn dort der Hobbit Bilbo Beutlin auf.
Zu dieser Zeit fand am Berg die „Schlacht der Fünf Heere“ statt. Hier kämpften
die Zwerge gemeinsam mit den Menschen von Thal und den Waldelben gegen ein
großes Orkheer und Warge. Durch den Sieg der Verbündeten wurde die traditionelle
Feindschaft zwischen Elben und Zwergen vom Einsamen Berg begraben.
Der Schicksalsberg
Der Schicksalsberg, ist ein Vulkan im Nordwesten von Mordor und der Ort, wo
Sauron im Zweiten Zeitalter den Ring der Macht geschmiedet hatte, um alle Völker
Mittelerdes kontrollieren zu können. In den Feuern des Schicksalsberges
geschaffen, konnte der Eine Ring nur dort vernichtet werden.
Am Ende des ersten Ringkrieges, als Sauron von den vereinten Armeen der Elben
und Dunédain geschlagen wurde, hatte Isildur, Elendils Erbe, die Gelegenheit,
den Ring in den Feuern des Schicksalsberges zu zerstören, doch er wich im
letzten Moment zurück und behielt den Ring für sich. Kurz darauf kam er bei
einem Angriff von Orks in den Schwertelfeldern ums Leben, woraufhin der Ring
verloren ging und fortan als „Isildurs Fluch“ bezeichnet wurde.
Der Schicksalsberg ist auch das Ziel der Reise von Frodo und Sam, die den nahezu
unmöglichen Auftrag erhielten, den Ring in die Schicksalsklüfte zu werfen und
ihn damit zu zerstören. An diesem Ort endet schließlich der Ringkrieg, indem
Gollum mit dem Ring in die Feuer des Berges fällt und Sauron, dessen Macht auf
der Kraft des Ringes beruht, besiegt wird.
Blaue Berge
Die Blauen Berge waren im ersten Zeitalter sie die Ostgrenze von Beleriand. An
den Ered Luin, lagen auch die Zwergenstädte Nogrod und Belegost.
Doch als Beleriand im Krieg des Zorns vom Meer verschlungen wurde, wurden auch
die Zwergenstädte verschlungen und seither sind die Blauen Berge im Nordwesten
von Mittelerde zu finden.
Als jedoch Smaug den Einsamen Berg eroberte, flohen die Zwerge aus Durins Volk
in die Ered Luin und errichteten dort ihre Exilstadt. Dort wurde unter anderem
Gimli, einer von den neun Gefährten in Herr der Ringe, geboren.
Weißes Gebirge
Das "weiße Gebirge erstreckt sich von Minas Tirith im Osten, bis zu der Pforte
von Rohan im Norden und der Halbinsel Andrast im Westen.
Als einzigen Weg durch die Weißen Gebirge erwähnt Tolkien die Pfade der Toten.
Am Fuße der Weißen Gebirge im Norden befindet sich Edoras und etwas nördlicher
Helms Klamm. Im Osten befinden sich ausserdem die 7 Leuchtfeuer von Gondor, die
erbaut wurden, um in Kriegszeiten die Verbündeten in Rohan zur Hilfe zu holen.
Wetterspitze
Die Wetterspitze ist die südlichste Erhebung der Wetterberge. An der
Wetterspitze in Eriador trafen sich drei Königreiche: Arthedain, Rhudaur und
Cardolan. Auf dem Berg befand sich ein Wachturm mit einem der Palantíri. Im
Dritten Zeitalter wurde der Turm von einem Heer aus Angmar zerstört.
Im "Herrn der Ringe" sehen Aragorn und die Hobbits auf dem Weg nach Bruchtal
Blitze am Amon Sûl. Als sie später dorthin gelangen, finden sie einen Stein mit
Gandalfs Rune und vermuten, dass Gandalf ihnen zuvorgekommen war und dort gegen
die Nazgûl gekämpft hatte.
Auch Aragorn und die Hobbits werden von den Nazgûl auf der Wetterspitze
angegriffen. Frodo wird dabei von der Morgul-Klinge des Hexenkönigs verletzt und
kann nur durch Elronds Heilkunst gerettet werden.
Fangorn
Fangorn (auch: Fangornwald, Entwald) ist einer der größeren verbliebenen Reste
des großen Waldes, der einst weite Teile Mittelerdes bedeckte. Er ist Heimat und
Rückzugsgebiet der Ents.
Fangorn liegt am südlichen Ende des Nebelgebirges in der Nachbarschaft Isengards.
Fangorns Wald wird als uralt, düster und für unerwünschte Eindringlinge
gefährlich beschrieben. Die in der Umgebung lebenden Menschen betreten ihn
nicht.
Fangorn ist gleichzeitig der elbische Name des ältesten aller Ents, Baumbart,
den Pippin und Merry auf ihrer Flucht aus der Orkgefangenschaft treffen. Die
Neuigkeiten, die die jungen Hobbits liefern, bringen eine Lawine ins Rollen:
Nach langer Zeit des Beobachtens und der Untätigkeit entschließt sich Baumbart,
gegen Saruman vorzugehen, dessen Orks große Teile des Waldes verwüstet hatten.
Die Ents greifen Isengard an und zerstören Sarumans Festung, scheitern jedoch am
Orthanc selbst.
Allerdings wird Saruman in seinem Turm festgesetzt. Die Ents marschieren
anschließend nach Helms Klamm und vernichten dort Sarumans Armee vollständig;
dies ist die Rache der Ents an den Orks
Lórien
Das geheimnisvolle Elbenreich Lórien, gegründet durch Galadriel und Celeborn
nach der Zerstörung von Eregion, liegt im gleichnamigen Wald östlich des
Nebelgebirges.
Nichts Böses betritt den „Goldenen Wald“, da er die Zeitlosigkeit und die
Schönheit von Eldamar bewahrt. Während die Elben von Lórien Orks gnadenlos
bekämpfen, haben gutwillige Reisende nichts zu befürchten, sie dürfen die
Grenzen des Landes aber in der Regel nicht übertreten.
Lórien ist auch ein besonderer Ort der Heilung und der Magie, zu vergleichen nur
mit Bruchtal, wo Elrond wohnt.
Das südöstliche Ende des Goldenen Waldes wird auch “Der Winkel“ genannt, da es
zwischen den Flüssen Silberlauf und Anduin liegt. Hier befindet sich Caras
Galadhon (“Stadt der Bäume“), die Hauptstadt Lóriens.
Etwas nördlich dieser einzigen Stadt im Goldenen Wald liegt der Hügel Cerin
Amroth. Dort liegt das Grab von Königin Arwen, die nach dem Tode Aragorns an
jene Stelle zurückkehrte, an der sie sich einst verlobt hatten. Ein Jahr nach
ihrer Ankunft in Lórien starb Arwen dort.
Nach dem Ende des Ringkrieges wurde Lothlórien um den südlichen Teil des
Düsterwaldes erweitert, wo sich davor die Festung Dol Guldur befunden hatte.
Zwei Jahre nach dem Ringkrieg verließ Galadriel Lórien und segelte mit den
anderen Ringträgern in den alten Westen. Ohne Galadriel fing das Land langsam an
zu veröden, und Celeborn verließ es und ging nach Bruchtal.
Alter Wald
Der Alte Wald gilt als gefährlicher und verwunschener Wald, der von
geheimnisvollen und eigensinnigen Bäumen sowie dem gastfreundlichen Tom Bombadil
und seiner Frau Goldbeere bewohnt wird.
Düsterwald
Der Düsterwald ist ein Wald im Norden Mittelerdes, der östlich des Flusses
Anduin liegt. Früher hieß er Grünwald, doch nach dem Ende des ersten
Ringkrieges, in dem Sauron den Einen Ring verlor, zog sich sein Geist in den
Turm Dol Guldur im Süden des Waldes zurück.
Fortan war der Wald nicht mehr sicher und erhielt seinen heutigen Namen. Im
nördlichen Teil wohnen die Grün- bzw. Waldelben, zu denen auch Legolas gehört.
Fürst des Waldes ist Thranduril, der Vater Legolas'. Nach dem Ende des zweiten
Ringkrieges kam der südliche Teil zu Lórien.
Anduin
Der Anduin auch „der Große Strom“ genannt, ist der größte Fluss im Nordwesten
Mittelerdes. Er legt von seiner Quelle im fernen Norden etwa 1500 Meilen bis zu
seinem Mündungsgebiet, der Bucht von Belfalas, zurück.
Das Einzugsgebiet des Anduin und seiner Nebenflüsse erstreckt sich vom
Düsterwald und dem Nebelgebirge bis nach Anórien, Ithilien sowie einem großen
Teil von Rohan und Lebennin. Auch fließt er einen der größten Wasserfälle in
ganz Mittelerde hinunter, nämlich die Raurosfälle.
Brandywein
Der Brandywein ist ein großer Fluss in Eriador. Er entspringt im Abendrotsee und
mündet im Süden ins Meer. Er fließt durch das Auenland und bildet größtenteils
dessen Grenze. Er lässt sich nur über die Brandyweinbrücke, die Sarnfurt oder
mit der Bockenburger Fähre überqueren.
Isen
Der Isen ist ein Fluss, der an Isengard vorbei nach Süden fließt, dann nach den
"Furten des Isen" einen großen Bogen nach Westen macht, die Pforte von Rohan
passiert und etwa 300 Meilen später ins Meer mündet. Er bildet die natürliche
Grenze zwischen Dunland und Rohan.
Während des Ringkriegs leiteten die Ents zeitweise sein Wasser ab, um Isengard
zu überfluten.